Mein kleiner Andy hat zwei Tage nichts gefressen und heute Nacht schlief ich mit ihm auf der Couch. Wenn er krank ist, braucht er meine Nähe, er kuschelt sich ganz fest an mich und ich darf ihn streicheln und liebkosen, was er sonst nicht zuläßt. Ich leide - mit ihm.Heute Morgen wollte er mit mir Gassigehen und das Futter schmeckte ihm besser, wenn auch nicht viel, aber immerhin.
Ich habe mir Gedanken
über Rituale gemacht und warum Rituale so wichtig sind, nicht nur bei Kindern
sondern auch bei Menschen, die das Berufsleben hinter sich gelassen haben.
Rituale sind vorgefertigte Handlungsabläufe und geben uns
Kraft, Orientierung, Halt und verbinden uns mit unseren Wünschen und
Hoffnungen.
Ein Ritual kann also die allmorgendliche Gymnastik, der Sonntagsspaziergang
oder die Zigarette nach dem Essen sein usw, usw.
Diese Wiederholungsstrukturen finde ich, sind für uns
ältere Menschen ganz wichtig.
"Bei Kindern laufen viele Handlungen der Kinder in immer derselben Weise und
man kann sie als Ritual bezeichnen. Kinder eignen sich Rituale durch nachahmen
an. Durch Handlungen, die in immer derselben Weise ausgeführt werden, lernen
Kinder bestimmtes Verhalten in bestimmten Situationen. Kinder fühlen sich, durch
die Einhaltung ihrer Rituale, sicher, da sie das Verhalten, das sie zeigen, als
richtig erachten, da sie es von einer anderen, meist erwachsenen, Person
abgeschaut haben. Kinder bemerken natürlich nicht, dass sie einem Ritual folgen,
sie wiederholen ihr Verhalten in der Situation so lange in immer derselben
Weise, bis sie korrigiert werden oder ein anderes Verhalten eines anderen in
derselben Situation bemerken und dieses für besser/praktischer erachten. Gerade
für Kinder ist es wichtig, sich in Situationen mit ihrem Verhalten sicher zu
fühlen. Deshalb sind Rituale besonders wichtig für Kinder. " @ "RITUALE FÜR
KINDER"Und ein Ritual, Frühstück auf der Terrasse (wenn das Wetter es zuläßt).
Heute scheint die Sonne, es ist kalt, 10° C und ich streifte mir meine schwarze Filzkutte über. Ich brachte sie seinerzeit aus Libyn mit. Dort in der Wüste, im Zelt, nachts bei -8°C, hat sie gute Dienste geleistet und hier natürlich auch.
Mein üppiges Frühstück, heiße Zitrone, Müsli mit Jogurt.
Wie schön bunt es schon blüht, für mich Freude und Glücklichsein pur. So kann der Tag weiter gehen....
... und er ging so weiter. Viele Stunden relaxte ich im Sonnenschein auf dem weichen "Gästebett" und dachte an Indien, an die so beeindruckenden Wochen, an Eeva`s Freunde in Delhi, Wild Brook, Varanasi, Jaipur und Agra, die mich so nett und freundlich in ihre Familien aufnahmen. Dafür bin ich sehr dankbar.
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