Montag, 3. Februar 2014

Mein kleiner Andy hat es verdient .........

Gestern nun entschied ich mich, vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer zu ziehen. Ich habe das Gästebett in der Schrankwand wieder aktiviert. 




Warum? Andy, mein kleiner Rehpinscher wird im Mai 15 Jahre alt und 13.1/2 Jahre ist er bei mir. Er sollte im Tierheim abgegeben werden. Im Foyer fing ich ihn ab. 2 Damen mit einem schmutzigen Kissen wollten sich von diesem zittrigen Winzling trennen. 

Bevor die Formalitäten im Tierheim begonnen werden sollten - war es schon mein Kind. Vergessen war, daß ein Rehpinscher nicht auf meiner "Wunschliste" stand, denn ein ständiges Begleiten dieser Rasse, ist das Zittern. 

Zittern hin oder her, daran dachte ich natürlich überhaupt nicht mehr, ich habe mich gleich in diesen kleinen Kerl verliebt und zur Liebe gehören bekanntlich zwei. 

Für mich stand es immer fest, sobald ich in Rente gehen würde, sollte sich zu meiner Katze noch ein kleiner Hund, egal welche Rasse, hinzugesellen. So jung wie er war, 1.1/2 Jahre, war ich schon die "dritte Hand". Er kam aus einer schlechten Haltung. 

Nun begann mein Hundeleben, ich kann fast sagen, das schönste und ist es immer noch. Ich stelle mich in jeder Beziehung auf meinen alten Hund ein. Mit seinen altersbedingten "Macken" komme ich gut zurecht. Ich akzeptiere und toleriere sie. 

Rehpinscher sind Dobermänner in Kleinformat. Seine Abstammung reicht bis vor ca. 3.000 Jahren zurück. Fakt ist aber auch: Die kleinen temperamentvollen, selbstsicheren Vierbeiner und seinen Menschen gegenüber ist er anhänglich und treu und braucht einen engen Kontakt zu ihnen. 

Vor ein paar Jahren, weil diese Rasse nicht mehr modisch war, bangte man sein Aussterben. Es hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet. 


Andy läßt sich kaum bewegen, nur einen Schritt vor die Tür zu gehen. Es geht nur noch mit Leckerlis, wenn überhaupt. Erzogen habe ich Andy ohne Leckerlis, er hat alles mir zu Liebe gemacht, ein scharfer, böser Blick genügte und Ignoranz meinerseits war und ist das allerschlimmste für ihn.

Wie gut, daß ich vor 2 Jahren meinen kleinen Terrassengarten mit Rasen versah, alles für das Älterwerden meines kleinen Lieblings. Andy rennt zur Terrassentür, piepst, aha, er muß Beinchen heben, geht auch nicht mehr so richtig. Auf allen Vieren stehend, ein wenig gebückt, eben nicht nach Rüdenart, hinterläßt er ein Bächlein. .... und sobald fertig, flitzt er zurück und ab auf die Couch.


Rennen, das kann er noch, wenn er will. Heute morgen kam er von allein und auch mit dem Mäntelchen anziehen, hat es geklappt. Die 7 Treppenhausstufen, das lernte er zwischenzeitlich, geht nicht mehr ohne Hilfe von mir. Er wartet, bis ich ihn hinunter trage. Und dann eine Pfote vor die andere, langsam, sehr langsam. Die allerallerkleinste Runde, zu mehr war er nicht bereit, absolvierten wir. Sobald es in Richtung zu Hause ging, gab er Vollgas. Ich hatte Mühe mitzuhalten. 




Keine Kommentare: