Donnerstag, 16. November 2017

Waldeinsamkeit

Der Sachsenwald ist mit knapp 70 qkm Schleswig-Holsteins größtes zusammenhängendes Waldgebiet.....



 .....und Sachsenwaldau bei Reinbek nur knapp 15 qm von Barsbüttel entfernt. 
Es zieht mich immer wieder hierher und in der Waldeinsamkeit der doch so hektischen Welt für eine kurze Zeit zu entfliehen. Andy ist schon durch den Wald gestreift und nun ist es Pinky. 
Es war voraussehbar, daß die Waldwanderung eine matschige Angelegenheit werden wird. 
Langsam ging ich hinter Pinky her. Er rannte und rannte und manchmal war er nicht mehr zu sehen. Angst - nein, die hatte ich nicht, weiß ich doch, er läuft nicht weg und so war es auch. Wie ein Blitz kehrte er zurück, um nach mir zu schauen. Dieses wiederholte sich, bis wir am Ziel waren. 
Fazit: Der kleine Kerl ist die Strecke bestimmt dreimal gelaufen. 

Waldeinsamkeit
Die mich erfreut,
So morgen wie heut
In ewger Zeit,
O wie mich freut
Waldeinsamkeit.

Waldeinsamkeit
Wie liegst du weit!
O dir gereut
Einst mit der Zeit.
Ach einzge Freud
Waldeinsamkeit !

Waldeinsamkeit
Mich wieder freut,
Mir geschieht kein Leid,
Hier wohnt kein Neid
Von neuem mich freut
Waldeinsamkeit.

Ludwig Tieck
(1773 - 1853), deutscher Dichter, Dramatiker, Kritiker und Theoretiker der Romantik





Seit den 2 Sturmtagen sind wir nicht hier im Sachsenwald gewesen und ich war erstaunt, wieviele Bäume entwurzelt umgefallen waren. Dieser versperrte uns den Weg und durch den Matsch bin ich drum herum gewatet. Ein bißchen leichtsinnig war es schon.







 





Wieder Zuhause!



Mittwoch, 15. November 2017

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung




Oh jeh, wie war ich noch müde. Von 03.30 Uhr bis 06.30 Uhr im Bett, wohl auch geschlafen. Dunkel, Schietwetter. Diese flotte Musik hat mir das Aufstehen erleichtert. 

So wie verabredet, gab ich mein Auto in der Werkstatt ab für eine Inspektion. Ab nach Hause per Beine .......


.... und so viele Schritte waren es. Die halbe "Miete" für den heutigen Tag .....

Nasse Klamotten aus, Pinky abgefüttert, ich Cappuccino, Pinky neben mir, heute jedoch als Wärmflasche. 

---------------------------------------------

Wie hab ich mich gefreut. Nicole aus Frankreich hat angerufen. Wir kennen uns seit dem 11. Juni 1993. Dieser Tag war ihr erster Arbeitstag bei Blohm + Voss. Sie wohnte damals in Hamburg und wir haben eine wunderschöne Zeit miteinander verbracht.

Es stand immer fest, daß sie zurück nach Frankreich gehen. Nicole ist Französin und ihr Mann Deutscher. That's life. Aber schön, daß wir uns nicht aus den Augen verloren haben.



Dienstag, 14. November 2017

Herbsttag

November


Solchen Monat muß man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
Keiner so verdrießlich sein
Und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
Keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie naß er alles macht!
Ja, es ist´ne wahre Pracht!

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
Wie sie tanzen in dem Wind
Und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
Und sie durcheinanderwirbelt
Und sie hetzt ohn´Unterlaß:
Ja, das ist Novemberspaß!

Heinrich Seidel
1842 - 1906


-----------------------------------------------------------------




Spaziergänge fielen heute mit "Sparflamme" aus. Friedhof und Umgebung, auf der anderen Straßenseite, sind sehr grün und hier dürfen die Hunde frei laufen. Für mich sehr wichtig und sicher auch für Pinky. 

Ich bin dabei meine Terrasse winterfest zu machen. Auflagen der Schwingliege etc. in den Keller, rundes Tischchen mit Palme ins Schlafzimmer. Ein Hin- und Hergeschiebe, bis es mir optisch gefiel.


Im Winterhalbjahr, wenn die großen Bäume vor meinem Fenster das Laub verloren haben, ist es in meiner Wohnung sehr sonnig und hell und dieses Plätzchen lädt zum Lesen ein.


KERZENZEIT

Die Kerze macht es gleich gemütlich,
wenn draußen alles grau in grau.
Da will der Mensch ein Lichtlein sehen.
Und etwas Farbe, das ist schlau.

Ein Tässchen Kaffee, Knabberstäbchen,
ein freundliches Gesicht.
Und schon sieht er im Inneren
Ein zartes, helles Licht.

© C.W.



Bei mir gibt es keinen Kaffee, sondern Ingwertee.
Ein Stück Ingwerknolle, klein geschnitten, mit kochendem Wasser übergossen und ziehen lassen. Alles ohne Zucker, lecker. 
Auch diese Jahreszeit, Zeit der Kerzen, hat einen besonderen Reiz, jedenfalls für mich. 



Blick von außen nach innen.


Klein Pinky hat es sich, wie immer auf meinem Schoß gemütlich gemacht. 
Wir genießen es und sind glücklich.
Ruhe kehrt ein. 

Montag, 13. November 2017

Öjendorfer See



https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96jendorfer_See


Schon mit Andy und Leika sind wir um den See gegangen. Zu jeder Jahreszeit, ein Traum. 


Ich habe zu früher Stunden den Glanz der Sonne im See bestaunt. Schön, 


Pinky kommt fröhlich angerannt.


Die Sonnenstrahlen lassen das Herbstlaub noch bunter erscheinen. 


Die Hasenkantine von der anderen Seite des Sees. Es war noch zu früh, um einen wärmenden Kaffee zu trinken. Um 10.00 Uhr wird geöffnet.

 

Bei der Arbeit - Rasenpflege.


Die andere Seite des Sees. 1 Stunde around the sea. 

Sonntag, 12. November 2017

Es gibt oft Zeiten,
in denen man die Ruhe der Tiere benötigt,
um sich von den Menschen zu erholen.


------------------------------------------------------


Heute morgen war mir wieder danach, zum Bondenholz zu fahren, um die unberührte Natur zu genießen, mich zu freuen, wie Pinky die Freiheit, dazu gehören Schnuffeln ohne Ende, Geräusche und und und, glücklich machen und mich natürlich auch.
Alle paar Meter dreht er sich um, ob ich auch komme. Ausnahme: Wenn er Freßbares in der Nase hat, dann weder hört, noch kommt er.
Barsbüttel ist, sehr langsam, meine Heimat geworden. Es hat lange gedauert, schließlich zog ich schon 1975 in diese Gemeinde.
Es änderte sich erst, als ich 2000 dem Berufsleben Ade sagte und mein kleiner Andy in mein Leben trat. Es begann mein Lebensabschnitt: "HUNDELEBEN". Na so was, hier geht es ja nicht weiter, Überschwemmung, Rückwärtsgang und nächsten Übergang versuchen. 




Fast schon ein Sumpfgebiet. 

Pinky kennt die Wege und rannte vorweg, natürlich immer wieder umdrehen. 
Vorsicht für mich, die Brücke ist glitschig. Ich bin gebranntes Kind bezüglich Matsch etc. und habe daran ein Andenken in Form eines Meniskusrisses im rechten Knie. Die Schmerzen halten sich in Grenzen mit Bandage. 



Es wird oft über die Hundehalter geschimpft, die dies nicht tun und das nicht lassen.
..... und es sind nicht nur die Hundehalter, die sie "daneben benehmen". 
Am Bondenholz - Landschaftsschutzgebiet!!! 


... und wer hat hier gebuddelt!!!

----------------------------------------

Am Bondenholz




Auszug aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Barsb%C3%BCttel

Barsbüttel wurde erstmals 1228 als Bernekesbuttle urkundlich erwähnt und gehört zu den Büttel-Ortschaften. 1306 kam das holsteinische Dorf an das Hamburgische Domkapitel. Im Tausch gegen andere Ländereien gelangte Barsbüttel 1609 zum alten Amt Reinbek.
Nach der Auflösung der landesherrlichen Ämter 1867 kam Barsbüttel zunächst zum Kirchenspielvogteibezirk Reinbek. 1889 entstand der Amtsbezirk Barsbüttel, dem außer dem Ort auch Jenfeld, Öjendorf, Oststeinbek, Stemwarde und Willinghusen angehörten. 1927 schied Jenfeld aus, weil es durch das Unterelbegebietsgesetz der neuen Großgemeinde Billstedt zugeordnet wurde. Dafür kam 1929 Stellau hinzu. Das Groß-Hamburg-Gesetz ordnete 1937 Havighorst dem Amtsgebiet zu.
1948 wurde das Gebiet des bisherigen Amtsbezirkes zum Amt Barsbüttel. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung wurde Barsbüttel im Jahr 1974 eine amtsfreie Gemeinde.
Die Deponie 78 war eine 11 Hektar große, für Bauschutt und Hausmüll zugelassene Deponie zwischen dem Hauptort und der Autobahn. Diese wurde im Jahr 1977 mit 168 Häusern bebaut. Im Jahr 1986 stellte sich heraus, dass auch hochgiftige Abfälle der Hamburger Chemiefirmen Boehringer und Reichhold in den Jahren zwischen 1958 und 1968 hier abgelagert wurden. Die Firma Boehringer stellte unter anderem das hochgiftige PflanzenschutzmittelLindan her. In den Häusern konnten verschiedene Gase, insbesondere Methan und im Boden Stoffe wie Benzol, Phenol, polyzyklische Aromate sowie Altöl nachgewiesen werden.
Zur Sanierung wurde in den Jahren 1994 bis 1995 eine Gasfassungs- und Entsorgungsanlage auf der Fläche installiert, um das Gas aus dem Boden zu bekommen und die Häuser weiter bewohnbar zu halten. Weiterhin wurden die Fundamente einiger Häuser mit Bitumen abgedichtet. Die Gaskonzentrationen konnten durch diese Maßnahmen auf Werte unterhalb der zulässigen Grenzwerte reduziert werden. Im weiteren Verlauf der Sanierung des Geländes kaufte das Land Schleswig-Holstein die Häuser für 65 Millionen Mark, sanierte diese und verkaufte sie wieder. Weitere Häuser wurden in den folgenden Jahren abgerissen, da die Sanierung zu teuer wurde. An ihrer Stelle befindet sich nun ein Park. An die Deponie erinnern die Brunnen, über die das verseuchte Grundwasser zur Reinigung nach oben gepumpt wird und mehrere Gassammelstationen, die weiterhin Methan auffangen.





https://www.abendblatt.de/ratgeber/wohnen/article107833222/Herrenhaus-bei-Barsbuettel.html

https://www.geschichtsspuren.de/forum/am-bondenholz-t12261.html

https://www.bergedorfer-zeitung.de/archiv/glinde/article112526655/Vom-Jagdsitz-Lunugala-zum-Jugendhof.html



Bunker aus dem 2. Weltkrieg.

Samstag, 11. November 2017

Regentage


Ein melancholisches Gedicht von Heinrich Seidel (1842 – 1906). Der Dichter beschreibt jene Nieselregen-Herbsttage, welche eine bestimmte dualistische Stimmung besitzen. Wer das Frühjahr in seiner ganzen Fülle genießen will, der muss auch den Herbst lieben lernen.

Still vom grauen Himmelsgrunde
Sprüht der sanfte Regenstaub -
Trüber Tag und trübe Stunde -
Tränen weint das rote Laub;

Vom Kastanienbaum ohn' Ende
Schweben still die welken Hände.
Trübe Herbstesregentage:
Gerne wandr' ich dann allein,

Was ich tief im Herzen trage,
Leuchtet mir in hellem Schein;
In die grauen Nebelräume
Spinn' ich meine goldnen Träume.
Und so träum' ich still im Wachen,
Bis der Abend niedersinkt,
Und in all den Regenlachen
Sanft und rot sein Abglanz blinkt.

In der Nähe, in den Weiten:
Rosenschimmer bessrer Zeiten!
Heinrich Seidel


-------------------------------------------

Freitag sind wir mit Nelly eine Stunde um den See gelaufen. Immer wieder schauten wir zum Himmel, na, schaffen wir es noch im Trocknen zur Hasenkantine und zum Auto zu kommen?



Kleine Seen auf den befestigten Wegen waren das Ergebnis des starken Regens.


Aus dem Wehr schoß das Wasser lautstark in den See.



Herbstlaub gold und bunt, hell und dunkel.



Grau in grau die Wolkendecke über dem See.



Die Sonne wollte durchkommen, sie schaffte es aber nicht, im Gegenteil, es fing an zu regnen.
Schietwetter.


Hasenkantine in Sicht. Wollen wir im Regen eine heiße Tasse Kaffee trinken.
Wir wollten.






Der Kaffee war heute besonders heiß, lecker.
Vier nasse Ratten, jetzt aber schnell zum Auto.